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Die 3. Frau (Drew)

Lucy, die 3. Frau, betrachtete sich gedankenverloren beim Essen im Spiegel. Um sie herum ein immenser Geräuschpegel. Sie aßen, sie feierten, es war so gut wie vollbracht. Plötzlich ein lauter Knall.

Lucy erwachte. Sie war an ihrem Schreibtisch eingeschlafen, weil sie seit Tagen fast rund um die Uhr arbeitete. Ein Blick um sie herum, machte ihr rasch klar, es war noch gar nichts vollbracht. Vor ihr auf dem Bildschirm flimmerten zwanzig offene Exceltabellen. Manche Namen leuchteten ihr in rot entgegen. Sie erblickte das unheilvolle „no need“ in Spalte ZXX (Spalte 789 von 1000). Sie kam langsam wieder zu sich, wusste aber immer noch nicht woher der Knall kam. Oder hatte sie ihn auch nur geträumt? Plötzlich ertönte Mika von fern. Sie stand auf, merkte aber, dass ihr irgendwie schwummrig war. Da stand plötzlich Cameron vor ihr. Völlig aufgelöst. „Lucy, schau Dir bitte sofort noch mal die Liste an. Da ist ein Fehler in Zeile 845 und Spalte 471. Und was hast Du da überhaupt für einen schimmeligen Schal um den Hals? Der muss unbedingt ausgetauscht werden, hörst Du?“

Drew kam vom Klo und meinte nur: „Ich hab Hunger.“ Da erschien ihr Helfer in der Not, wie ein Flaschengeist und fragte, worauf sie Appetit hätten. Nachdem er die Bestellung aufgenommen hatte, war er auch schon verschwunden.

Drew war zwischenzeitlich wieder an ihren PC gegangen und begann ein Logo zu basteln. Der Platzhalter „Hier LOGO“ war alles, was auf dem Blatt erschien. Aber das gab es ja schon... wie unkreativ...

Da klingelte ihr Natel. Es war Charly: „Mädels, jetzt sagt mir mal, ob ihr verrückt seid? Ich bin gerade noch mal durch die OLMA Inventarliste gesurft. Die haben ja überhaupt keinen Corporate Design konformen Pantone 347 grünen Teppich für unser Event. Das ist ein Desaster. Ein Desaster sag ich euch. Ausserdem möchte ich euch bitten, noch kleine Logos in eure Halstüchchen zu sticken. Ihr habt ja noch ein freies Wochenende, da müsstet ihr das schon schaffen.“ 

Drew hatte längst auf Lautsprecher geschaltet und lief die Treppe hinunter, wo Lucy und Cameron ihren Ohren nicht trauten. Cameron riss Drew das Natel aus der Hand und schrie in den Hörer: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" und legte auf. Da machte sich ein wunderbarer Duft nach Pizza und Pasta in ihren Nasen breit und sie waren wieder besänftigt.

Am nächsten Morgen tat Charly als wäre nichts gewesen. Er stand in Lucy’s Büro und begutachtete die Geschenktütchen. „Huiuiui, gut haben wir das gemacht, sehr gut“, murmelte er vor sich hin und klopfte sich selbst auf die Schulter. Lucy verdrehte die Augen und löschte Teilnehmer 478 aus Zeile 479, weil ja in Zeile 1 die Beschriftung der Tabelle eingetragen ist (nur zur Erläuterung). „Ach, Lucy, was ich euch noch sagen wollte, ich gehe heute ausnahmsweise mal pünktlich nach Hause, ich habe morgen einen Ausflug mit der Hundeschule. Da muss ich ausgeschlafen sein. Aber ihr erledigt bis morgen schon noch Punkte 32 – 67 des Actionsplans, gell. Ich möchte die entsprechenden Infos bitte bis morgen um 13.42 Uhr auf meinem Schreibtisch haben. Sag auch Drew und Cameron bescheid. Speziell ein Teppichmuster im entsprechenden Pantonegrün müsst ihr bis morgen besorgt haben, damit ich entscheiden kann, ob wir das nehmen, oder doch auf Parkett ausweichen.“ Cameron sägte gerade aus quadratischen Spannholzplatten Buchstaben in fast menschlicher Grösse aus. Sie hatte bereits die zwei ersten Buchstaben fertig, die Beat gerade im passenden Pantonegrün anstrich. Jetzt mussten nur die Mädels kommen, die die Buchstaben am Flughafen neben sich aufstellen und halten sollten. Das würde ein tolles Bild abgeben, wenn die Gäste aus der Zollkontrolle kamen. Sie könnten dann gleich ein Erinnerungsfoto schiessen, das dann an einen mit Helium gefüllten grünen Luftballon gebunden wird. Und der wird dann draussen vor dem Flughafengebäude losgelassen, um aufsteigen zu können, während aus den Lautsprechern „Lollipop“ von Mika ertönt. Ja, eine tolle Vision.

Drew überlegte gerade, ob sie Mrs. K. Fried-Chicken evtl. umbuchen sollte in ein Zimmer im Erdgeschoss mit Blick auf die Bushaltestelle schräg gegenüber. Aber sie überlegte es sich dann doch wieder anders und bestellte erst mal Brechtüten fürs Schiff. Ebenfalls im dezenten Pantone 347 grün und mit Logoeindruck. Auf den Innenboden liess sie noch ein Botschaft einstempeln: „We welcome you on board. Keep smiling.“!

1 Kommentar 5.11.07 22:20, kommentieren



Strumpfbrot (Lucy)

Drew konnte es nicht lassen und steckte in jede Brechtüte eine Flasche Vodka. Somit bestand wenigstens die klitzekleine Möglichkeit, daß die Gäste die Message im Verlaufe des Abends sehen würden.

„Morgääääähn süße kleine Mietzekatze, „ hauchte Charly Drew verheißungsvoll ins Ohr. Rummmssss! Drew schreckte in ihrem Bett auf. Eine Meise war gegen das Fenster geknallt und blieb regungslos auf dem Fenstersims liegen. Sie hatte vergessen Georges Schatten an die Scheibe zu stellen. Schnell war er positioniert. Sie selbst ging ins Bad, um sich den Traum abzuwaschen. In 9.5 Minuten mußten alle 3 wieder am Start sein.

Der getarnte Berner machte eine kleine Führung durch die Haupträume (Toiletten Sichtbetoneingangssbereich) und überließ die Engel ihrem Schicksal. Sie postierten sich zwischen den häßlichen Pflanzen und gruben ihre Fäuste in den Inhalt der Körbe. Der zweite Aha-Effekt würde gleich in die Geschichte eingehen.

Der Bus nahte und der Countdown lief. Kaum setzte M. K. aus H. in S. bei NT seinen Fuß auf den pantonegrünen Teppich, sah er in einen Sprühregen aus Bonbons. In den schönsten Farben waren sie verhüllt und bedeckten den ganzen Himmel.  Die Menschen fühlten sich unbeschwert und frei. Gar jauchzten und umarmten sie sich vor Freude. Cameron machte einen weiteren Haken in ihre Best-of-Liste. Wieder eine TOP-Leistung vollbracht.  

Die nächste Aufgabe ließ nicht lange auf sich warten.  Kentucky Fried Chicken hinterließ eine Schneise der Verwüstung, als sie mit Ihrem Pferd durch die jubelnde Masse ritt.  Cameron packte sie an ihrem Kragen und wollte sie tadeln, weil sie das schöne Bild kaputt gemacht hatte. Da strampelte sich KFC frei und meinte aus beiden Nasenlöchern schnaubend:“ Wo ist mein Parkplatz für Timotea? Das dritte Bäumchen links, mit roter Schlaufe und Honigduft war reserviert! Ich habe es in deutscher Sprache mit Bindestrich, was aus philosophischer Sicht korrekt ist,  vorbestellt. Das hat nicht geklappt und gibt Punkteabzug in der Bewertung.
 

Drew verdrehte die Augen, bis man nur noch das weiße darin sehen konnte. „Drew? Drew? Alles klar bei dir, „ fragte Lucy. Geistesgegenwärtig riß sie ihr Notfallbrot aus dem Strumpf und verpaßte Engel D einen Schlag auf den Hinterkopf, um die stecken gebliebenen Augen wieder in ihre ursprüngliche Form einkugeln zu lassen. D bedankte sich mit einer Kopfnuß.

Bei dem Hochbetrieb wäre jedem anderen nichts aufgefallen, außer Drew. Mit ihrem 180 Grad Blickwinkelzoom konnte sie gerade noch den Hauch einer Annäherung zwischen Olga und Charly wahrnehmen.

„Deine Haut ist weicher als die Feder einer frischgerupften Henne,“ flüsterte er ihr ins Ohr. Sie reckte den Hals in seine Richtung. Man hätte sie für ein Schwanenpaar, mitten im Balzverhalten halten können. Der Zwischenraum ihrer zwei aneinander geschmiegten Hälse ließ das Bild eines Herzens erscheinen. Olga war ihrem Traum einen Schritt näher gekommen. Sie schob ihre Hände unter das Hemd von Charly, wo sie die Finger in seine Rückenhaare vergrub. Sie war zu Hause angekommen.

Man in black stand  vor Cameron. „Jemand hat den 8mm-Vortrag auf 6mm gekürzt,“ sagte er und rieb sich seinen nicht vorhandenen Bart zwischen Daumen und Zeigefinger. Cameron beruhigte ihn. Sie versprach ihm,  daß es auch so klappen würde und riß das nächste Projekt an sich.

Charly fiel in der Zwischenzeit wieder ein, was er eigentlich hier erledigen wollte – nämlich nichts – und ließ sich vom Helikopter zum Flughafen fliegen.
 

Drew legte sich ein Brot in ihren Strumpf. Man konnte nie wissen.


 

22.11.07 18:13, kommentieren

Charly's Date (Drew)

Charly blickte verträumt zu der Frau am anderen Tisch. Obwohl er nur ihren Rücken sah, verliebte er sich augenblicklich in ihr wildes, kurzes, dunkles Haar.
Er bestellte schon den sechsten Cappuccino, nur weil er sich nicht losreißen konnte. Selbst Fifi, der zu seinen Füssen lag, wurde langsam ungeduldig, obwohl dieser normalerweise ein eher apathisches Verhalten an den Tag legte und Mühe hatte, auch nur die Augen offen zu halten, wenn er irgendwo in der Sonne lag und es nichts zu tun gab für ihn (was meistens der Fall war).

Plötzlich drehte sie sich um. Charly plumpste der Löffel in die Tasse und der Milchschaum spritze ihm ins Gesicht. Geistesgegenwärtig bückte er sich sofort nach unten zu Fifi und verschwand damit völlig unter dem Tisch. So schaffte er es gerade noch, dass sie ihn nicht sah. Glaubte er. Er verharrte noch ein Stückchen unten. Doch als er sich vorsichtig wieder aufrichtete und nach oben schaute, blickte er geradewegs in das Gesicht von ihr. Waltraud. Der Alptraum seiner schlaflosen Nächte. Ihm wurde kotzübel. Sie grinste bis über beide Ohren und sagte. „Ach, wie schön Sie hier zu treffen. Wollen wir nicht vielleicht noch einen Cappuccino zusammen trinken, wir haben ja noch ein paar Minuten Zeit.“

Ach hätte ich doch nur eine der Brechtüten bei mir, dachte Charly, ihr Nacken und ihr Haar sahen so einladend aus. Wer konnte da ahnen, dass es Waltraud war. Der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Er sah dabei Fifi an, als würde er von ihm eine Antwort dazu erwarten. Aber Fifi waren längst wieder die Augen zugefallen und er döste friedlich vor sich hin.

„Äh, sorry, ich äh...“ Aber Waltraud hatte bereits geordert und rückte ihm beängstigend nah auf die Pelle.
Ein Natel klingelte. Charly fing an sich aufzuregen, warum jemand so blöd ist und nicht gleich beim ersten Klingelzeichen rangeht (es könnte doch eine Chantal, Chanel, Claudine, Suzette oder eine andere Schönheit sein), als er merkte, dass es seines war. Er wurde rot und kramte in seinem Hosensack. Doch als er es endlich herausgefischt hatte, war das Gespräch futsch. An der Nummer erkannte er aber, dass es keine seiner unzähligen blonden Bekanntschaften war, sondern Cameron. „Oh, was wird Cameron bloß wollen?“, jammerte er in Gedanken, während er auf Wiederwahl drückte. Es hatte noch nicht einmal getutet, da hatte er sie auch schon an der Strippe. „Charly, Du musst sofort herkommen. Wir haben einen Notfall.“
„Ich habe Mittagspause. Das wird schon Zeit haben bis 13.00 Uhr.“ „Na ja, wenn Du es wirklich nicht eher schaffst, dann aber wenigstens pünktlich um 13 Uhr bei mir im Büro“, und schon hörte er nur noch das Tuten. Sie hatte einfach aufgelegt.

Waltraud fragte aufdringlich direkt: „War das Ihre Freundin? Gibt’s Probleme zuhause?“
Charly kippte sich drei Löffel Zucker in den Kaffee, der mittlerweile vor ihm stand und atmete nach innen.
Waltraud textete ihn indessen weiter zu. „Ach wissen Sie, meine Tochter würde so gerne mal die Hundeschule besuchen. Sie könnten Sie doch mal mitnehmen sonntags. Ich bring Sie ihnen nächsten Sonntag so um 14 Uhr vorbei. Sie freut sich schon riesig.“
Charly bekam gar nicht mit, was sie faselte. Erst als er nächsten Sonntag 14 Uhr hörte, wurde er hellhörig. „Äh, sorry, aber da bin ich bereits auf dem Weg nach Timbuktu. Wichtige Geschäftsreise.“ „Naja macht ja nichts“, meinte Waltraud versöhnlich, „dann am Samstag. Allllsoooo, Tschüssikofsky, ich muss noch was besorgen.“ Und schon war sie verschwunden.
Charly fragte sich ernsthaft, was bloss los sei. So einen Tag hatte er ja seit seiner geschichtsträchtigen Pubertät nicht mehr erlebt.

Absichtlich kam er erst viertel nach 13 Uhr nach oben zu Cameron. Sie würde schon noch lernen, wer hier der Projektleiter war. "Also, was gibt’s, Cameron?“, fragte er und bemühte sich um einen lockeren Ton, obwohl er innerlich schon etwas angespannt war. „Charly, die Drew hat einfach die Textfarbe des Protokolls in schwarz umgewandelt und nun schon 3576 Exemplare ausgedruckt. Aber Igor und Svetlana hatten sich schon etwas dabei gedacht, dass die Schriftfarbe ein leuchtendes Blau war. Das war der genormte Farbton der Tinte vom Mont Blanc Füllfederhalter seiner Exzellenz. Nun können wir alles noch mal drucken. Weil der kann doch nicht mit seinem schönen blau schreibenden Füllfederhalter ein Protokoll unterzeichnen, das komplett in schwarz auf weiss gehalten ist. Das beisst sich doch. So geht das doch nicht, Charly.“ In diesem Moment lief auch noch Waltraud am Büro vorbei, blieb an der offenen Tür stehen und raunzte Charly verheißungsvoll entgegen: „Vielen Dank übrigens noch für die nette Einladung heute Mittag. Ich hatte gar keine Zeit mehr, mich zu bedanken. Auf jeden Fall hab ich’s schrecklich genossen. Bis Samstag dann. Wir freuen uns schon.“

Charly’s Schnappatmung setzte ein. Und das, obwohl er die letzten fünf Monate symptomfrei war und dachte, er hätte diese Anfälle endlich überstanden.
Drew, die diese schwierige Form der Hyperventilation bei Charly bestens aus der Vergangenheit kannte, drückte ihn an den Schultern auf ihren Bürostuhl, flösste ihm behutsam etwas Evian ein und murmelte leise irgendwelche beruhigenden Worte. Als Lucy hereinkam, um Cameron einen Tabellenausdruck des Actionplans auf den Tisch zu legen, traute sie ihren Augen nicht. Die Szene, die sich ihr bot, erschreckte sie. Charly sass wie ein nasser Sack auf Drew’s Stuhl und sie beugte sich gerade über ihn und hielt ihm die Wasserflasche an die Lippen, während Cameron immer noch auf den Boden aufstampfte und im Internet nachschaute, ob es für die Mont Blanc Füllfederhalter eventuell auch schwarze Tinte gab.

Da klingelte das Telefon von Drew und alle schienen plötzlich wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren. Es war Kentucky Fried-Chicken. „Wo bleibt meine Stallreservierung für Timotea?“, schrie sie Drew ins Ohr. Charly war durch das Telefonklingeln zwar aus dem komatösen Zustand nach seiner Hyperventilation erwacht, aber jeder merkte, dass etwas nicht stimmte.

Drew rief gleich im Spital an, doch Charly riss ihr den Hörer aus der Hand und knallte ihn auf die Gabel (Anmerkung der Redaktion: hups, war gar nicht geplant, das mit der Gabel...).

„Ich brauche kein Spital. Ich nehme Urlaub. Engel, ihr habt das Ganze ja soweit im Griff. Cameron, das Protokoll bleibt wie es ist. Ich kläre das mit der Schaltzentrale im Osten. Überlass das einfach meiner Diplomatie. Es wird grandios. Ach ja, by the way, ich hab schon gebucht. Werde Samstag losdüsen. Wird meine Atmungsbeschwerden ganz sicher lindern. Drew, Du solltest nur einfach kurz eine Corporate Media Information aufsetzen, die bezüglich meiner Abwesenheit herausgegeben werden kann. Ich weiss jetzt schon, dass der eine oder andere Journalist sich sonst wieder das Maul zerreisst, warum ich in Momenten wie diesen, wenn einem Unternehmen ein so unglaublich wichtiges Event mit solch unglaublich wichtigen Gästen bevorsteht, einfach eine Auszeit nimmt.“ In Explosiv war dann am Abend folgendes zu vernehmen: „Eine aktuelle Nachricht, die derzeit die Gemüter in Aufruhr versetzt, erreichte uns aus der Schweiz. Bisheriger Event- und Communicationmanager eines nicht börsenkotierten Schweizer Dienstleistungskonzerns, Charly R. emigrierte nach Tschechien. Pressesprecherin Drew M. zu diesem Vorfall:
„Herr R. befindet sich derzeit lediglich auf einer Studienreise auf den Spuren der legendären Goldgräber Prags. Es kann hier keine Rede von einer Emigration sein. Gründe für die kurzfristige Reise sind auch gesundheitlicher Natur. Herr R. hat aufgrund persönlicher Angelegenheiten eine schwere Zeit hinter sich und möchte nun zusammen mit seinem alten Freund Karel Gott eine befristete Auszeit nehmen. Dies ist in Managerkreisen durchaus nichts Unübliches. Sabbaticals dienen der Vorbeugung des Burnout-Syndroms und ersetzen langwierige und kostenintensive psychoanalytische Therapien. Natürlich werden wir die Presse auf dem Laufenden halten über die gesundheitliche Entwicklung von Herrn R. sowie seiner Reiseerlebnisse. Vorübergehender Nachfolger des Herrn R. ist Praktikant Elton, der aufgrund seiner Aktivitäten des letzten Jahres für Events der besonderen Art geradezu prädestiniert ist. Als persönlicher Coach von Herrn R. im Bereich „Gesunde Atemtechniken“ hat er sich das notwendige Vertrauen erworben, um dieser anspruchsvollen Aufgabe in unserem Unternehmen nachzukommen. Erste Amtshandlung von Praktikant Elton war die Austragung einer betriebsinternen Fachveranstaltung zum Thema „Mülltrennung unter multikulturellen Aspekten im Hinblick auf den Beitritt der Schweiz zur EU“. Herr R. ist sehr stolz darauf, während seiner Abwesenheit einen so würdigen Vertreter zu haben.“

25.11.07 14:55, kommentieren