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Schule vs. Pflegeheim (Drew)

Der geneigte Leser unseres Blogs fragt sich vielleicht, ob wir wohl voll zurechnungsfähig sind. Die Antwort darauf: Ja und Nein.

Denn sowas ist immer eine Sache der Sichtweise und des Alters. Wären wir 7 und weiblich und gehen gerade mal in die 1. Klasse, müsste man uns durchaus zugestehen, dass wir mächtig Phantasie haben und grosses Potential in uns schlummert. Wären wir 7 und männlich, müsste man uns auch für unsere immense Phantasie bewundern, nicht jedoch darauf spekulieren, dass dies steigerungsfähig wäre, da Männer nach Errreichen des 7. Lebensjahres, nur noch wachsen.

Wären wir jedoch bereits im gesetzten Alter, egal ob männlich oder weiblich, muss man davon ausgehen, dass uns morgens beim Frühstück jeweils die falschen Tabletten verabreicht werden.

Wie auch immer die Sachlage tatsächlich ist, wir verraten es an dieser Stelle leider nicht.

Das Ganze bleibt Ihrer eigenen Phantasie überlassen.

Dies als kleines Intermezzo und zur Vorbereitung auf unser neues Abenteuer: Schule vs. Pflegeheim. Mal sehen wer die Schlacht gewinnt.

Bis bald!

6.3.09 12:43, kommentieren



Erkenntnis des Tages (Lucy)

Auch runde Sachen fühlen sich gerne mal kantig an.

9.3.09 20:24, kommentieren

Another cognition (Lucy)

Doppelt gemoppelt hält nicht immer besser. Mit zwei Linsen auf dem gleichen Auge fällt das Sehen nicht wirklich leichter.

1 Kommentar 10.3.09 10:08, kommentieren

Fisch von den Grünen (Lucy)

Frage:" Haben Sie Lust, heute einen Wal zu retten?"
Der Frieden der Grünen sei mit euch, trotz meiner Verneinung.

1 Kommentar 12.3.09 13:27, kommentieren

Neuzeitlicher Schulbetrieb oder was es mit der Schule auf sich hat (Drew)

Ein Gong ertönt. Das ist das Signal, dass die Pause vorbei ist. Noch haben sich nicht alle daran gewöhnt, dass wir unseren Geschäftszweck rückwirkend per 1. Januar grundlegend überdacht und neuen Gegebenheiten angepasst haben.

In einer bewegenden Rede vor dem ganzen Mitarbeiterstab (nun Lehrpersonal) erläuterte uns der bisherige CEO (neu: Rektor der Schule) die Absichten und damit verbundenen Veränderungen.

“Sentimentale Gründe haben uns dazu bewogen des ursprünglichen Daseinszweckes dieses wunderschönen Jugendstilgebäudes zu gedenken. Und wir haben im Verwaltungsrat einstimmig beschlossen, es für eben jenen Zweck zukünftig wieder zu benutzen. Back to the roots. Und nochmals: Back to the roots”.

Tosender Applaus setzte ein.

Er fuhr fort: “Bei unserer Vision einer modernen Schule gibt es noch einige Lücken, aber die grundlegenden Pläne stehen fest.

So möchten wir im obersten Stockwerk - analog zu den guten alten Zeiten des Schulhauses - die Theatergruppe ansiedeln. Das Dach ist seit je her ein bestens geeigneter Platz für die eher brotlose Kunst der Drehbuchautoren, Regisseure und Maskenbildner. Wer das Orchester und den Chor leitet, ist jedoch noch nicht ganz geklärt.

Im nächsten Stockwerk wird Geographie, Psychologie, Wirtschaftslehre und Hauswirtschaft unterrichtet.

Eines der wichtigsten Stockwerk ist das darunter. Dort sitzt George, unser Französischlehrer. Einmal monatlich hat er einen Gastauftritt in der Hauswirtschaftsstunde und kocht französische Haute Cuisine. Ich bin sicher, dass wir für diesen Unterricht zukünftig immer die meisten Anmeldungen haben werden. Jeder will kochen mit George.” (George lächelte schelmisch, hielt den Kopf leicht schief und wurde etwas rot.)

“Im nächsten Stockwerk wird Informatik, Rechnungswesen, Kunst/Werken und Sozialkunde und Biologie angeboten.

Ganz unten haben wir noch unsere Sportabteilung. Aerobic, Pilates, Ballett und Yoga können in den komplett verglasten Räumlichkeiten unter professioneller Leitung ausgeübt werden.

Was sagen Sie dazu, liebe Kollegen?”

Ich muss nicht extra erwähnen, dass sich keiner Gedanken darüber gemacht hatte, wer diesen Unterricht in Anspruch nehmen sollte. Und so warten wir noch immer auf unseren ersten Schüler und unterrichten uns im Moment noch selbst - mit mässigem Erfolg. Lediglich die Theatervorstellungen haben einen gewissen Reiz, da sie sich voll und ganz dem Realismus verschrieben haben. 

1 Kommentar 15.3.09 11:21, kommentieren

Hirnfasching (Drew)

...kleiner Exkurs...

 Es gibt eine Plattform im Internet, auf der ich noch immer registriert bin, aber seit mindestens 2 Jahren nicht mehr aktiv wwar, wo man sich 5 Wörter generieren lassen kann und die dann in (ich glaube) 5 Min. zu einem Minizeitungsartikel werden lassen muss. Anschliessend werden diese Texte dann online von anderen Usern bewertet.

Jetzt hab ich mir spontan gedacht, das könnten wir hier ja auch mal einführen.

Lucy, hier fünf Wörter, die in Deinem nächsten Blogeintrag vorkommen müssen:

- Hirnfasching
- Pflegeheim
- rezitieren
- opulent
- "Haste nicht gesehn" (gilt als Redwendung und somit als 1 Wort :-)


Die Zeit läuft...

:-) Drew (akuter Hirnfasching)

15.3.09 19:09, kommentieren

Gemischter Wahnsinn (Lucy)

Rein. Raus. Rein. Raus. Wieder rein und wieder raus. Rein und dann endlich liess sich das Schloss in der schweren Holztüre ein wenig drehen. Jetzt noch mit ganzer Körperkraft dagegen steuern und jaaaaaaaaa - sie war offen! Puhhhh, was für ein Kraftakt wurde einem im Pflegeheim abverlangt, nur um an die Arbeitsstelle zu gelangen.

Drew hob ihre Tasche und trat in den Eingangsbereich und erstarrte sogleich. Sie traute ihren Augen nicht. Laute Zirkusmusik ertönte und durch das Glas der Schwingtüre konnte man George sehen, wie er Pirouetten im Takt der Musik drehte. Nur, er drehte sie mal vorwärts, mal rückwärts. Es sah aus, wie wenn man eine Filmszene vor- und rückwärts spulen würde. Immer wieder. Hin und zurück, hin und zurück, hin und zurück - und dies mit seinem opulenten Körperbau....

Sie wagte sich drei Schritte nach vorn und sah durch die Glasscheibe ins Empfangsbüro. Dort mischte sich der Klingelton des Telefons mit der Zirkusmusik und die Empfangsdame hob den Hörer auf, lachte schrill und legte dann wieder auf. Dies wiederholte sich mehrmals. Drew fasste sich an den Kopf. Es waren doch noch keine Proben für das Theaterstück angesagt gewesen!? Sie rezitierte sich innerlich den Kalender. In diesem Moment mischte sich der stapfende Schritt der Waltraud, bewaffnet mit Korb und Dirndl, treppenabwärts. "Holderiii!" schrie sie und dies fügte sich ins Gesamtbild des vor und rückwärts spulens der Szenen. Hirnfasching! Das war eindeutig ein Überfall auf ihre beiden Hirnhälften, welche diesen Wahnsinn erträglich darzustellen versuchten. Drew drehte sich um, verliess schnurstracks das Gebäude und rief Maja an. " Maja, das glaubst du mir nicht, was ich grad erlebt habe! Sowas haste noch nicht gesehen!"

Next ones for Maja:

 

Schlüsselmoment, Brett, geschwängert,Tellerrand, blühen

18.3.09 08:52, kommentieren