Der Graf des obersten Stockwerks (Drew)

Coldplay trällert Drew gerade ins Ohr, während sie ihrer unliebsamsten Tätigkeit – dem bügeln – nachgeht. Aber sie träumt. Sie träumt leidenschaftlich von ihrem Liebsten. Er hat einen neuen Kosenamen: Brüllchäfer (schwytzerdütsch für Brüllkäfer). Manchmal, wenn sie besonders anschmiegsam ist, nennt sie ihn auch Brüllchäferli. Und er sie Herzchäferli. Schön, nicht? Das, liebe Maja, das ist Liebe. Mehr als ein Zustand, ein Gefühl, ein Wort, ein Geruch. Es ist alles, und mehr. Viva la vida würde Chris von Coldplay sagen. Drew sagt: Reiner. Und Frühlich!
Vor ihrem inneren Auge erscheint dann jeweils einem Springbrunnen gleich, ihr Reiner, der im Kaffeesatz die Anzahl ihrer Kinder nachliest, aber es noch nicht entziffern kann. Oder braucht er eine Brille?

So, zurückspulen. Diese Art Hirnfasching hat Drew im Frühlich immer wieder. Dabei steht sie im obersten Stockwerk der Villa bei den Proben für das neue Theaterstück „Der Graf von Monte Pulciano“. In der Hauptrolle diesmal Gerry, der den italienischen Flair am besten herüberbringen kann. Im Dachgeschoss wurde die reizvolle und pittoreske Stadt nachgebaut. Dafür wurde extra ein hoher Hügel aus Weinfässern aufgebaut. Auf diesem thront Jerry im Moment und lächelt auf das niedere Volk herab.

 


Plötzlich platzt Diethelm in die nostalgische Szene und grapscht in die extra für die nächste Sequenz aufgestellte Schüssel mit Weintrauben.
Drew ist mit einem Mal wieder hellwach. Das Bild von Reiner zerbröselt. Sie macht auf dem Absatz kehrt und verlässt den Probenraum, um Lucy zu suchen.

Und damit geht die nächste Runde an Lucy:

Entdeutlichung, watscheln, Deponie der schönen Künste, löblich, Lotterleben

24.3.09 12:43

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